JÜRGEN ROSE - Einmalige Führung


Mayerling, Ball 1. Akt, Foto (c) Max Rose
























Nach der offiziellen Ankaufpräsentation des Werks von Jürgen Rose wird es aufgrund der großen Nachfrage eine einmalige Führung des bedeutenden Bühnen- und Kostümbildners und Regisseurs geben. In der Studioausstellung mit seinen Werken zur aktuellen Produktion MAYERLING des Stuttgarter Balletts wird der Künstler gewohnt unterhaltsam und detailliert seine Ideen und Kreationen vorführen. Allein über 200 Kostüme machen diese Produktion zu einem der größten und opulentesten Ballette der weltberühmten Compagnie. 
Eine einmalige Gelegenheit, die ausgestellten Skizzen, Bühnenbildansichten und Filmbeispiele gemeinsam mit Jürgen Rose zu erleben. 
Mittwoch, 19.2.2020, 18:00 - 20:00 Uhr
Um verbindliche Anmeldung wird gebeten (begrenzte Teilnehmerzahl): info@deutschestheatermuseum.de
Führungsgebühr: € 3,00



Ab Mai 2020:


REGIETHEATER


EINE DEUTSCH-ÖSTERREICHISCHE GESCHICHTE


OTTO BRAHM - MAX REINHARDT - LEOPOLD JESSNER - FRITZ KORTNER - GUSTAF GRÜNDGENS - PETER ZADEK - PETER STEIN - CLAUS PEYMANN

 




Regietheater – ein Reizwort der deutschen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne und im Zuschauerraum wie in der Kritik.
Der 1968er Generation, auf deutschen Bühnen vertreten durch Peter Zadek, Claus Peymann und Peter Stein, wird das Monopol des Regietheaters landläufig zugeschrieben, als sei es ihre  Erfindung.
Doch eine der heftigsten Diskussionen um dieses Thema entfachte sich bereits 1919 bei der Premiere von Friedrich Schillers Wilhelm Tell in der Inszenierung von Leopold Jessner.




Die Geschichte, die hier zu erzählen ist, beginnt bei Otto Brahm und Max Reinhardt, der in deutlicher Abgrenzung von seinem geistigen Mentor sein eigenes Theater zu profilieren suchte. Bei diesem wiederum begannen Fritz Kortner und Gustaf Gründgens ihre Karrieren und suchten in Abgrenzung zu ihm ihren eigenen künstlerischen Weg. Fritz Kortners Regieassistent war Peter Stein, der ihn später eher skeptisch sah, dagegen bei der vorherigen Generation in Person von Max Reinhardt gerne Anleihen bei dessen Spielideen nahm.

Optisch unterstrichen wird diese Geschichte vor allem durch Bühnenbildentwürfe, da das szenographische Material weitaus ergiebiger ist als
– aus technischen Gründen – das Fotomaterial in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sein kann.