Ausstellungsvorschau 2023

19.4.2023 – 30.7.2023

In meiner Vorstellung. Die Welt der exklusiven Aufführungen von König Ludwig II.

Zwischen 1872 und 1885 fanden in München über 200 Schauspiel-, Opern- und Ballettvorstellungen im Residenz- und Nationaltheater ganz exklusiv für König Ludwig II. statt, die so genannten Separatvorstellungen. Sie boten dem Monarchen die Möglichkeit, seinem Alltag zu entfliehen und idealere Welten zu simulieren. Er tauchte ein in Wunschvorstellungen, ließ sich in exotische und sagenhafte Szenarien entführen, entging der Realität für ein paar Augenblicke.


 

Das Deutsche Theatermuseum spürt diesen königlichen Bewältigungs- oder Überwältigungsstrategien nach. In Kooperation mit der Münchner Schatzsuche werden Ludwigs Welten szenisch erlebbar.

Mit freundlicher Unterstützung der Bayerischen Schlösserverwaltung.




Fotos:
Bühnenentwurf von Angelo II. Quaglio, Große Halle im Palast des Justinian zu der 1885 im Münchner Hof- und Nationaltheater gezeigten Separatvorstellung der Oper „THEODORA“ (Massenet /Sardou), Deutsches Theatermuseum München
Porträt von König Ludwig II., Photogravüre (nach Photographie) von Franz Hanfstaengl, ca. 1876, Deutsches Theatermuseum München


20.9.2023 – 18.2.2024

DOPPELBELICHTUNG. Theaterfotografie von Abisag Tüllmann und Ruth Walz

Abisag Tüllmann und Ruth Walz haben mit ihren Fotografien seit Ende der 1970er Jahre auf je eigene Weise die – teilweise gleichen – bahnbrechenden Inszenierungen festgehalten, die unsere Vorstellung vom Theater bis heute prägen. Die vielfach publizierten Bilder der miteinander befreundeten Fotografinnen haben daran einen großen Anteil. Ruth Walz, die weiterhin das aktuelle Theatergeschehen dokumentiert, begibt sich mit dieser Ausstellung in einen Dialog der Bilder mit Arbeiten der bereits 1996 verstorbenen Abisag Tüllmann, deren umfangreicher Nachlass in der Fotosammlung des Deutschen Theatermuseums liegt. Einen Schwerpunkt bildet die intensive Auseinandersetzung beider Fotografinnen mit Arbeiten des Regisseurs und Bühnenbildners Karl-Ernst Herrmann (1936–2018) und der Kostümbildnerin Moidele Bickel (1937–2016). Damit wird aus der „Doppelbelichtung“ eine „Mehrfachbelichtung“ zwischen Fotografie, Bühnen- und Kostümbild voller unerwarteter Ansichten und Einsichten in die Theater- und Operngeschichte.


Kuratiert von Ruth Walz, Hanns Zischler und Thomas Ladenburger.




Fotos:
PEER GYNT (Henrik Ibsen) Berlin, Schaubühne am Halleschen Ufer, Premiere: 13. u. 14.5.1971, Regie: Peter Stein, Bühne: Karl-Ernst Herrmann. Foto: © Deutsches Theatermuseum München, Archiv Abisag Tüllmann
TRIUMPH DER LIEBE (Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux) Berlin, Schaubühne am Lehniner Platz, 1985, Regie: Luc Bondy, Bühne: Karl-Ernst HerrmannKostüme: Moidele Bickel. Foto: © Ruth Walz