17.7.2020 - 11.4.2021 ( November 2020 geschlossen im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19):




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Theatermuseum aktuell/ Covid-19:

Bibliothek und Lesesaal sind zu Recherchen und Sichtungen geöffnet!

Da das Platzangebot im Lesesaal aufgrund der vorgeschriebenen Abstandsregelungen auf 4 Plätze  reduziert ist, empfehlen wir dringend eine schriftliche Voranmeldung:
Bitte richten Sie Ihre Recherche-und Termin-Anfragen an die jeweils zuständigen Mitarbeiterinnen, deren Kontaktdaten Sie hier auf unserer Website finden.
Sollten Sie zum vereinbarten Termin verhindert sein, melden Sie sich bitte 24 Std. vorher ab!


Wir freuen uns, die Fotosammlung ebenfalls für Sichtungen öffnen zu können! 

Bitte beachten Sie dazu unsere geänderten Öffnungszeiten: Der Besuch der Fotosammlung ist grundsätzlich von Montag bis Donnerstag möglich. Da hier das Platzangebot aufgrund der vorgeschriebenen Abstandsregelungen auf eine Person reduziert ist, bitten wir Sie herzlich um persönliche Voranmeldung. 


Der Zugang zum Museum ist nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich!


Bitte achten Sie auf den obligatorischen Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 m und die allgemeinen Hygieneregeln.Sie finden unsere Infos zur Terminvergabe und den aktuell geltenden Schutz- und Hygienemaßgaben zum Schutz vor Covid-19 unter diesem Link.

Bitte beachten Sie: Seitens des Freistaates ist Personen, die innerhalb der vorausgegangenen 14 Tage Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person hatten, der Besuch des Museums nicht gestattet, ebenso gilt dies für Personen, die sich erkrankt fühlen.

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17.7.2020 - 11.4.2021:


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Regietheater – ein Reizwort der deutschsprachigen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne und im Zuschauerraum wie in der Kritik. Die konservative Gruppe, die an Bewährtem festhalten will, führt die Werktreue im Munde, ein zentraler Begriff in der Diskussion darüber, was Regietheater darf und was nicht.

Der 1968er Generation, auf deutschsprachigen Bühnen vertreten durch Peter Zadek, Claus Peymann oder Peter Stein, wird gern das Monopol des Regietheaters zugeschrieben, als sei es ihre  Erfindung. Doch eine der heftigsten Diskussionen um dieses Thema entfachte sich bereits 1919 bei der Premiere von Friedrich Schillers Wilhelm Tell in der Inszenierung von Leopold Jessner.

Regiegenerationen sollten diese Ausstellung und ihre begleitende Publikation ursprünglich heißen, was für einen weiter gefassten Fokus verworfen wurde. Dennoch ist festzustellen, dass innovative Entwicklungen in der Geschichte der deutschsprachigen Regie sich häufig in Konfrontationen der Generationen herausgebildet haben; diesen Spuren wird gefolgt.





Die Geschichte, die hier erzählt wird, beginnt bei Otto Brahm und Max Reinhardt, der in Abwendung von seinem geistigen Mentor sein eigenes Theater zu profilieren suchte. Bei diesem wiederum begannen Fritz Kortner und Gustaf Gründgens ihre Karrieren und suchten in Abgrenzung zu ihm ihren eigenen künstlerischen Weg. Fritz Kortners Regieassistent war einmal Peter Stein, der ihn später eher skeptisch sah, dagegen von dessen Vorläufer Max Reinhardt szenographische Spielideen übernahm.




Optisch unterstrichen wird diese Geschichte vor allem durch Bühnenbildentwürfe, da das szenographische Material weitaus ergiebiger ist, als das Fotomaterial der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts – aus technischen Gründen – sein kann. Umfängliche Recherchen führen Original-Grafiken zusammen aus Sammlungen in Köln, Wien, Berlin, Salzburg, Saarbrücken und München.