Theatermuseum aktuell

Schön, dass wir Bibliothek und Lesesaal ab 19.5. wieder zu Recherchen und Sichtungen öffnen können!

Da das Platzangebot im Lesesaal aufgrund der vorgeschriebenen Abstandsregelungen auf 3 Plätze reduziert ist, empfehlen wir dringend eine schriftliche Voranmeldung:
Bitte richten Sie Ihre Recherche-und Termin-Anfragen an die jeweils zuständigen Mitarbeiterinnen, deren Kontaktdaten Sie hier auf unserer Website finden.
Sollten Sie zum vereinbarten Termin verhindert sein, melden Sie sich bitte 24 Std. vorher ab!


Der Zugang zum Museum ist nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich!


Bitte achten Sie auf den obligatorischen Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 m und die allgemeinen Hygieneregeln.Sie finden unsere Infos zur Terminvergabe und den aktuell geltenden Schutz- und Hygienemaßgaben zum Schutz vor Covid-19 unter diesem Link.

Bitte beachten Sie: Seitens des Freistaates ist Personen, die innerhalb der vorausgegangenen 14 Tage Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person hatten, der Besuch des Museums nicht gestattet, ebenso gilt dies für Personen, die sich erkrankt fühlen.



Vorauss. ab Juli 2020:


REGIETHEATER


EINE DEUTSCH-ÖSTERREICHISCHE GESCHICHTE


OTTO BRAHM - MAX REINHARDT - LEOPOLD JESSNER - FRITZ KORTNER - GUSTAF GRÜNDGENS - PETER ZADEK - PETER STEIN - CLAUS PEYMANN

 




Regietheater – ein Reizwort der deutschen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne und im Zuschauerraum wie in der Kritik.
Der 1968er Generation, auf deutschen Bühnen vertreten durch Peter Zadek, Claus Peymann und Peter Stein, wird das Monopol des Regietheaters landläufig zugeschrieben, als sei es ihre  Erfindung.
Doch eine der heftigsten Diskussionen um dieses Thema entfachte sich bereits 1919 bei der Premiere von Friedrich Schillers Wilhelm Tell in der Inszenierung von Leopold Jessner.




Die Geschichte, die hier zu erzählen ist, beginnt bei Otto Brahm und Max Reinhardt, der in deutlicher Abgrenzung von seinem geistigen Mentor sein eigenes Theater zu profilieren suchte. Bei diesem wiederum begannen Fritz Kortner und Gustaf Gründgens ihre Karrieren und suchten in Abgrenzung zu ihm ihren eigenen künstlerischen Weg. Fritz Kortners Regieassistent war Peter Stein, der ihn später eher skeptisch sah, dagegen bei der vorherigen Generation in Person von Max Reinhardt gerne Anleihen bei dessen Spielideen nahm.

Optisch unterstrichen wird diese Geschichte vor allem durch Bühnenbildentwürfe, da das szenographische Material weitaus ergiebiger ist als
– aus technischen Gründen – das Fotomaterial in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sein kann.