Ausstellungspause bis Mai 2020 aufgrund bautechnischer Sanierungsmaßnahmen


Ab Mai 2020:


REGIETHEATER


EINE DEUTSCH-ÖSTERREICHISCHE GESCHICHTE


OTTO BRAHM - MAX REINHARDT - LEOPOLD JESSNER - FRITZ KORTNER - GUSTAF GRÜNDGENS - PETER ZADEK - PETER STEIN - CLAUS PEYMANN

 




Regietheater – ein Reizwort der deutschen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne und im Zuschauerraum wie in der Kritik.
Der 1968er Generation, auf deutschen Bühnen vertreten durch Peter Zadek, Claus Peymann und Peter Stein, wird das Monopol des Regietheaters landläufig zugeschrieben, als sei es ihre  Erfindung.
Doch eine der heftigsten Diskussionen um dieses Thema entfachte sich bereits 1919 bei der Premiere von Friedrich Schillers Wilhelm Tell in der Inszenierung von Leopold Jessner.




Die Geschichte, die hier zu erzählen ist, beginnt bei Otto Brahm und Max Reinhardt, der in deutlicher Abgrenzung von seinem geistigen Mentor sein eigenes Theater zu profilieren suchte. Bei diesem wiederum begannen Fritz Kortner und Gustaf Gründgens ihre Karrieren und suchten in Abgrenzung zu ihm ihren eigenen künstlerischen Weg. Fritz Kortners Regieassistent war Peter Stein, der ihn später eher skeptisch sah, dagegen bei der vorherigen Generation in Person von Max Reinhardt gerne Anleihen bei dessen Spielideen nahm.

Optisch unterstrichen wird diese Geschichte vor allem durch Bühnenbildentwürfe, da das szenographische Material weitaus ergiebiger ist als
– aus technischen Gründen – das Fotomaterial in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sein kann.