Deutsches Theatermuseum
Galeriestr. 4a
80539 München

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
11 Uhr - 17 Uhr

Tickets & Preise

7 € Regulär
5 € Ermäßigt

Gespräch

makingCOLLECTION

Ereignisse ausstellen - Gegenwart sammeln

Wie lassen sich flüchtige Ereignisse ausstellen? Und was bedeutet es, Gegenwart im Moment ihres Entstehens zu sammeln?
Im Podiumsgespräch diskutieren die Leiterin des Bereichs „Ausstellung, Dialog und Kultur“ am Zukunftszentrum Halle, Andrea Wieloch, Historiker und Autor des 2024 erschienenen Buches „Geschichte von morgen. Über das Sammeln von Gegenwart in historischen Museen“ Andreas Ludwig, Kuratorin Maren Richter (DTM) und Sammlungsleiterin Beatrice Wichmann (DTM) über neue Wege des Sammelns und Ausstellens von Live-Prozessen.

Ausgangspunkt ist die innovative Arbeit des Deutschen Theatermuseums im Rahmen der Ausstellung making THEATRE: In der Spielzeit 2024/25 begleitete die Kuratorin Maren Richter mit dem Team des DTM die Entstehung von Romeo und Julia am Münchner Residenztheater und überführte Arbeitsprozesse und Momentaufnahmen nahezu in Echtzeit in eine Ausstellung. Diese Praxis stellt klassische Sammlungslogiken infrage und eröffnet neue Perspektiven auf museale Aufgaben im Umgang mit Theater und Alltagskultur der Gegenwart.
 


Es diskutieren:
Andrea Wieloch (Leiterin des Bereichs „Ausstellung, Dialog und Kultur“, Zukunftszentrum Halle),
Andreas Ludwig (Historiker und Autor des 2024 erschienenen Buches „Geschichte von morgen. Über das Sammeln von Gegenwart in historischen Museen“),
Maren Richter (Kuratorin der Sonderausstellung making THEATRE, DTM) und
Beatrice Wichmann (Sammlungsleiterin, DTM).
Moderation: Dorothea Volz (DTM).


Um Anmeldung wird gebeten: kontakt@deutschestheatermuseum.de
Eintritt frei

Termin

2. März 2026
Montag, 19:00 Uhr

Beatrice Wichmann studierte Geschichte und Politikwissenschaft in München, Bielefeld und Nancy. Sie wurde im Fach Bayerische Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte mit einer Dissertation zur kommunalen Kulturpolitik in München in den 1950er bis 1980er Jahren promoviert.

Seit 2015 ist sie im Museums- und Ausstellungswesen tätig und wirkte unter anderem an der Neukonzeption der Dauerausstellung der DenkStätte Weiße Rose in der LMU München mit. Von 2016 bis 2018 war sie am Museumspädagogischen Zentrum im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Tagungsorganisation tätig, von 2018 bis 2022 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bayerische Geschichte der LMU München, wo sie u. a. den Zertifizierungskurs für Studierende der Bayerischen Museumsakademie betreute.

2023 übernahm Beatrice Wichmann die Leitung des Stadtmuseums und Stadtarchivs Abensberg, die sie bis Ende 2024 innehatte. Seither leitet sie die Sammlung Schriftgut am Deutschen Theatermuseum in München.

© Joel Heyd / Deutsches Theatermuseum

Maren Richter ist promovierte Historikerin, Ausstellungskuratorin und freie Autorin. 

Nach ihrem Musikstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sowie ihrem Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und Interkulturellen Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München arbeitete sie in der historischen Wissenschaft, wirkte als wissenschaftliche Beraterin für die Produktion von Dokumentarfilmen, war im Auswärtigen Amt tätig für den Polizeiaufbau in Afghanistan und ging schließlich für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit nach Kundus (Afghanistan).

Von 2018 bis 2020 kuratierte Maren Richter gemeinsam mit dem Ausstellungsteam des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin die neue Dauerausstellung der Dokumentation Obersalzberg und ist unter anderem für die Umsetzung der Medienstationen verantwortlich.

Maren Richter ist seit 2023 als Ausstellungskuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Theatermuseum tätig. 

© Joel Heyd / Deutsches Theatermuseum

Andreas Ludwig ist Historiker und baute seit 1993 das Eisenhüttenstädter Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR auf, das er bis 2012 leitete. Seit 2013 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und ist heute dort Assoziierter Wissenschaftler. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift WerkstattGeschichte. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Alltagsgeschichte, Museologie und Fragen der materiellen Kultur. 2024 veröffentlichte er „Geschichte von morgen“, eine Untersuchung über das Sammeln von Gegenwart in historischen Museen.

Andrea Wieloch leitet den Bereich Ausstellung, Dialog und Kultur am neu gegründeten Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle an der Saale. Die Kulturmanagerin und Medienwissenschaftlerin wurde 1983 in Görlitz geboren und arbeitet seit vielen Jahren zu Erinnerungskultur, Museumspraxis und ostdeutschen Perspektiven, insbesondere im ländlichen Raum. Bevor sie nach Halle wechselte, war sie Leiterin des Museum Utopie und Alltag in Eisenhüttenstadt/Beeskow. Weitere Stationen waren u.a. das Deutsche Hygiene-Museum Dresden, das Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik Berlin, das Museum Weißenfels und das Brandenburg Museum in Potsdam.

© Anne Witzel