
Story
FROM DUST – Wenn Oper zur virtuellen Welt wird
26. Juni – 11. Juli 2026 | Deutschlandpremiere im Deutschen Theatermuseum
Eine Oper, die auf jede Person anders reagiert? In der das Publikum nicht nur zuschaut, sondern selbst Teil der Geschichte wird?
Vom 26. Juni bis 11. Juli 2026 war die preisgekrönte Virtual-Reality-Oper From Dust von Michel van der Aa erstmals in Deutschland zu erleben – bei uns im Deutschen Theatermuseum. Ein außergewöhnliches Gastspiel und zugleich ein erster Vorgeschmack auf unsere Ausstellung Future, now! – Die Vorstellungen von morgen.
Eine Oper, die erst durch dich entsteht
Ein dunkler Raum. Eine Wolke aus winzigen Partikeln, die sich langsam zu einer Frau verdichten. Eine zweite Gestalt erscheint. Ihre Blicke treffen sich mit deinem – und sie beginnen zu singen.
In From Dust verschwimmen die Grenzen zwischen Bühne und Publikum, Wirklichkeit und virtueller Welt. Mit einer VR-Brille ausgestattet, begegnet jede Person allein einer Protagonistin und ihren fünf Alter Egos. Durch Bewegungen und Berührungen gestaltet das Publikum die Geschichte aktiv mit.
Generative Künstliche Intelligenz macht jede der rund 24-minütigen Begegnungen zu einer individuellen Erfahrung.
Sechs Stimmen, sechs Figuren
Komponiert und inszeniert wurde From Dust vom niederländischen Komponisten und Multimediakünstler Michel van der Aa. Die sechs virtuellen Figuren werden vom Leipziger Vokalensemble Sjaella gesungen und verkörpert.
Dabei liehen die Sängerinnen den digitalen Charakteren nicht nur ihre Stimmen: Mithilfe von Motion Capture wurden auch ihre Bewegungen in die virtuelle Welt übertragen.
So entsteht eine neue Form des Musiktheaters, in der menschliche Stimmen, digitale Körper und Künstliche Intelligenz miteinander verschmelzen.

Das Vokalensemble Sjaella. Foto: Laura Müller
Ein Blick hinter die Kulissen
Wie wird aus echten Stimmen und Bewegungen eine virtuelle Oper? Ein Blick auf die Entstehung von From Dust.
Ein außergewöhnliches Gastspiel im DTM
2025 wurde From Dust bei den Filmfestspielen von Cannes als bestes immersives Werk ausgezeichnet. Vom 26. Juni bis 11. Juli 2026 war die VR-Oper im Rahmen von Munich Beyond erstmals in Deutschland zu erleben – im Deutschen Theatermuseum.
Gemeinsam mit dem XR HUB Bavaria feierten wir die Deutschlandpremiere am 26. Juni. Mit dabei waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Produktion sowie des Vokalensembles Sjaella.
Die Zukunft des Theaters ist schon da
Was passiert, wenn das Publikum nicht mehr nur zuschaut, sondern selbst zum Mitgestalter wird? Wie verändern neue Technologien unsere Vorstellung von Kunst, Identität und Wirklichkeit?
Mit From Dust wurden diese Fragen bereits im Sommer 2026 bei uns erlebbar.
Das Gastspiel war damit auch ein Vorbote unserer Ausstellung Future, now! – Die Vorstellungen von morgen, die seit dem 14. Oktober 2026 unterschiedliche Perspektiven auf mögliche Zukünfte eröffnet.
Welche Zukunft möchtest du möglich machen?
Credits From Dust
Bilder: Filmstills aus der VR-Oper "From Dust"
„From Dust“ wurde von de Doelen in Auftrag gegeben und wurde mit Unterstützung des Creative Industries Fund NL, des NL Filmfund, des Performing Arts Fund NL und der doubleA Foundation sowie mit zusätzlicher Unterstützung des Holland Festivals produziert.
Team:
Performed by vocal ensemble Sjaella:
Viola Blache, Marie Fenske, Franziska Eberhardt,
Marie Charlotte Seidel, Felicitas Erben, and Helene Erben
Composition, director, script - Michel van der Aa
Dramaturge - Madelon Kooijman
Lead developer - Roland Smeenk
Lead technical artist - Rens van de Wiel
Technical artist - Quint Vrolijk
Lead 3D artist - Stein van de Ven
3D artist (characters) - Glenn Wustlich
3D artist - Bas J a n s e n
Animation artist - Niels Weber
Al integration developers - Michael Hussar, Sean Simon
Digital clothing designer - Iris van Wees
VFX developer - Ruud op den Kelder
Stylist Sjaella - Judith de Zwart
Vocal recording engineer - Bart Wagemakers (Exalto studio)
Production - Aram Balian, Daniëlle de Jonge
Financial director - Rosita Wo u d a ( d o u b l e A )
Publicity manager - Norman Vladimir Smith
Motion capture:
XSense mocap - Het Nieuwe Kader, Niels Bosch
Audio engineer - Tomas Valecka
Producer - Arjen Oosterbaan
Director of Photography - Joost Rietdijk
Tooling face recording - Rens van de Wiel
Assistant director - Anne van Brunschot, David Wolfswinkel
Besonderer Dank an:
Eric Chang (Reallusion), Marek Simonik (Record 3D),
Sebastian Kox and Abdelhadi Baaddi (Innovation:Lab),
Roelof Terpstra (Virtual Dutch Men) and Edwin Vermeulen.









