Gemälde eines Bühnenbildentwurfs zu der Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“, von Christian Jank, 1866
Deutsches Theatermuseum München, Inv. Nr. IV4937, ID 51318

Nach der Uraufführung am 18.10.1845 im Hoftheater Dresden fordert König Ludwig II. die Neuinszenierung des „Tannhäuser“ in München. Die Münchner Erstaufführung dieser Oper Richard Wagners findet am 1.8.1867 in einer Bühnendekoration von Angelo II. Quaglio und Heinrich Döll statt.
Im Vorfeld dazu ist die mit „Jank 1866“ signierte und datierte Ölstudie zur Venusgrotte (I. Akt, 1. Bild) aus der Hand des von König Ludwig II. hochgeschätzten Bühnenmalers Christian Jank einzuordnen. Sie zeigt eine durch mysteriös-hintergründige Lichtquelle sowie Spiegelung und Reflexion auf der Wasseroberfläche raffiniert gestaltete, fantastische Grotte mit Stalagmiten und Stalaktiten. Wie in der zwischen 1875 und 1877 im Park von Schloß Linderhof mit neuester Beleuchtungstechnik eingerichtete Venusgrotte erscheint bereits in dieser frühen Studie die fluide, reflektierende Wirkweise von Lichteffekten als maßgebliches Gestaltungsmittel für das Heim der Liebesgöttin.
Titel: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg
Objektart: Bühnenbildentwurf
Komponist: Richard Wagner
Urheber: Christian Jank
Datierung: 1866
Technik: Öl auf Leinwand auf Karton
Bildmaße: 405 x 566 mm
Rahmenmaße: 450 x 613 x 24 mm
Institution: Deutsches Theatermuseum München, Inv. Nr. IV4937, ID 51318
Foto: Faist