Camera obscura Fotografie von „Romeo und Julia” am Residenztheater München, 2025
Foto: © Karen Stuke / Deutsches Theatermuseum München, ID 343379

Für die Sonderausstellung „making Theatre. Wie Theater entsteht“ hat Karen Stuke die gesamte, dreistündige Inszenierung von „Romeo und Julia“ am Residenztheater (2025) in eine einzige Camera-Obscura-Aufnahme gebannt.
Karen Stuke experimentiert und arbeitet seit 1994 mit der speziellen Technik der Camera obscura, die sie vor allem in der Theaterfotografie einsetzt. Sie belichtet dabei ganze Theaterstücke mit einer Lochkamera. Dabei entspricht die Belichtungszeit exakt der Dauer der Aufführung. Auf diese Weise wird eine ganze Theateraufführung in einem Bild eingefangen. In diesen Langzeitaufnahmen sind keine Details erkennbar; durch Überlagerung und Verdichtung von Bewegungsspuren entstehen eigenwillige, poetische Bilder.
Stuke lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte Visuelle Kommunikation an der FH Bielefeld bei Prof. Dr. Gottfried Jäger und der Akademie Minerva Groningen. Seit 1999 arbeitet sie international als freie Fotografin und Fotokünstlerin für verschiedene Regisseur*innen, Bühnenbildner*innen und Theater. 2008 gründete sie den eigenen Projektraum Kronenboden, einen Ausstellungs- und Konzertraum in Berlin mit Schwerpunkt auf den visuellen und darstellenden Künsten, der 2017 vom Berliner Senat für Kultur und Europa ausgezeichnet wurde. 2010 wurde sie eingeladen, ihre CameraObscura-Fotografie im Rahmen des Napoli Teatro Festival Italia anzuwenden und 2011 im PAN Palazzo delle Arti Napoli zu präsentieren. 2012 wurde sie zum Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie berufen.
Produktionstitel: Romeo und Julia
Theater: Residenztheater München
Urheber: Karen Stuke
Datierung: 2025
Technik: Foto, digital color, Camera obscura Aufnahmen
Institution: Deutsches Theatermuseum München, ID 343479