Gotthold Brückner – II. Akt, 3. Szene, Pater Lorenzos Klostergarten, vor November 1882 (Tod von G.)

Fotograf: Rudolf Faist
Sammlung: Deutsches Theatermuseum München
Das Bühnenbild zeigt den Klostergarten der dritten Szene im II. Akt, ein üppig überwucherter Ort, dessen wilden Pflanzenwuchs und die dramatischen Hell-Dunkel-Kontraste eine Atmosphäre von Unordnung, Verwirrung und drohender Gefahr im klösterlichen Kontext erzeugen. Das Bild, das in der Malerei einen einheitlichen Eindruck hinterlässt, wurde auf der Bühne durch geschickte Anordnung von Hängern umgesetzt, die durch ihre Schichtung Durchblicke und Überlagerungen schufen. Ein mächtiger Baum im Vordergrund, rankende Pflanzen vor der Klostermauer mit Grabtafeln und ein Durchgangstor vor einem Rückprospekt verleihen der Szene sowohl Tiefe als auch eine geheimnisvolle Wirkung. Einzelne Elemente wurden stabil ausgeführt, um ihre Praktikabilität auf der Bühne zu gewährleisten und die szenische Wirkung zu verstärken.